Zahlensalat

 

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Die Strecke in Zahlen

  • Streckenlänge 17, 35 km
  • Höhenunterschied 238 m
  • Fahrzeit ca. 60 min
  • Spurweite 750 mm
  • 9 Bahnhöfe/Haltepunkte
  • 5 Brücken
  • 1 Stahlgitterviadukt (110 m lang, 23 m hoch)

Streckenverlauf

Quelle: Informationsmaterial der Deutschen Bahn AG 1997

Von Cranzahl (seit 1872 mit Bahnanschluß an die Eisenbahnstrecke von Chemnitz über Annaberg-Buchholz nach Bärenstein und weiter nach Vejprty und Chomutov)  fährt die Fichtelbergbahn durch das schöne Sehmatal, passiert in Hanglage Unterneudorf
Vorbei an erzgebirgischen Häusern in der Ortslage Neudorf erreicht die Bahn am Haltepunkt Vierenstraße das Waldgebiet des Fichtelberges und beginnt den langen steilen Aufstieg (1:35) nach Kretscham-Rotensehma. Hinter Kretscham-Rothensehma fährt der Zug in einer engen Kurve (100 m Kurvenradius) weiter steil bergauf (1:30) und erreicht am Kilometer 9,4 die Wasserscheide zwischen Sehma und Pöhlbach. 
Nachdem Niederschlag und seine Halden (Uran-Bergbau durch die SDAG Wismut bis 1952) passiert sind erreicht die Bahn Hammerunterwiesenthal am Pöhlbach mit den Resten umfangreicher Güterverkehrsanlagen (früher täglich 30 aufgebockte Güterwagen alleine für das Kalk- und Schotterwerk). 
Längs der tschechischen Grenze und der vielbefahrenen F95 erreicht der Zug Unterwiesenthal und windet sich aus dem Pöhlbachtal hinauf in den Kurort Oberwiesenthal. Unmittelbar vor seiner Endstation passiert er den imposanten Hüttenbachviadukt.  

Fahrzeuge


VII K (Altbau) 99 1741-0 am 19. Juli 2017 mit Jubiläumsbeschriftung im Einsatz
  • 1 betriebsfähige Dampflok VII K (Altbau) 99 741
    • Achsfolge 1 ' E1 '
    • Einheitslokomotive BR 99.73-76
    • Baujahr 1929 
    • Sächsische Maschinenfabrik vormals Richard Hartmann Chemnitz
    • 600 PS Leistung
    • 30 km/h Höchstgeschwindigkeit
    • Barrenrahmen
    • Länge über Kupplung 10,54 m 
    • Steinkohlenfeuerung, 2,5 t Kohle
    • 5,8 qm Wasser
  • 5 Dampfloks VII K (Neubau)
    • Achsfolge 1'E1'
    • BR 99.77-79, ähnlich den Einheitslokomotiven von 1929
    • Baujahr 1952-1956 
    • VEB Lokomotivbau "Karl-Marx" Babelsberg
    • 600 PS Leistung
    • 30 km/h Höchstgeschwindigkeit
    • Blechrahmen
    • Länge über Kupplung 11,3 m 
    • Steinkohlenfeuerung, 3,6 t Kohle
    • 5,8 qm Wasser
    • Höchstlast 135 t von Cranzahl nach Kurort Oberwiesenthal
    • betriebsfähig: 99 772, 99 773, 99 785 (Stand August 2017)
VII K (Neubau) 1994 in Kretscham-Rothensehma, 099 740-3 bzw. 99 1776
VII K (Neubau) mit DB Nummer 099 740-3 (besser bekannt als 99 776) in Hammerunterwiesenthal

Anmerkung: Natürlich weiß ich es, eine Lok mit der sächsischen Typenbezeichnung VII K gab es nie! 
Es handelt sich dabei zum einen um die Einheitslok der DRG, BR 99.73-76 und zum anderen um die Neubaulok der DR, BR 99.77-79
Aber es ist doch viel einfacher von VII K Altbau und VII K Neubau zu schreiben, spart Speicherplatz auf dem Server und zeigt außerdem die Auswirkungen des sächsischen Schmalspurlokomotivbaus über die Länderbahnzeit hinaus bis in DRG- und DR-Zeiten.

L 45 im Bahnhof Cranzahl (2003)
L 45 H 83 vor der alten Halle in Cranzahl, "BVO-Farbgebung"
  • hydraulischeStreckendiesellok L 45 H
    • Achsformel B’B’
    • Baujahr 1985
    • Lokomotivfabrik 23. August Bukarest
    • Länge über Kupplung: 10,25 m
    • Leistung 450 PS
    • 40 km/h Höchstgeschwindigkeit
    • aktuell in Oberwiesenthal: L 45 H 358 (Stand August 2017)
  • Akku-Lok EL9
    • Achsfolge Bo
    • Baujahr 1949
    • VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf
    • 8,8 kW Leistung
    • 13 km/h Höchstgeschwindigkeit
    • fester Radstand 630 mm
    • Batterie 455 Ah

Im Einsatz als Verschublok im Bahnhof Oberwiesenthal
  • 29 Reisezug- und 7 Gepäckwagen, 2 Bistrowagen, 1 offener Aussichtswagen
    • Baujahre 1908-1932
    • hergestellt in  Werdau und Bautzen
    • größtenteils rekonstruiert 1978-1982 im RAW Wittenberg, Werkabteilung Perleberg
    • seit 2000 Aufarbeitung und Rekonstruktion in der Schienenfahrzeugwerkstatt Marienberg
  • 23 teils historische Schmalspurgüterwagen und Bahndienstfahrzeuge
  • 2 Schneepflüge
    • 97-09-75, 1916, E.W. der K. Sächs.Sts.E.B. Chemnitz
    • 97-09-40, 1989, Raw Meiningen 

Sonstiges

  • Schade, es gibt zur Zeit keine sä. IV K auf der Fichtelbergbahn.
    • Noch 1991 wurden drei IV K in Oberwiesenthal gesehen und teilweise vor fahrplanmäßigen Zügen eingesetzt.
      • 99 586                jetzt Traditionsbahn Radebeul
      • 99 608                jetzt SDG
      • 99 574                jetzt Döllnitzbahn
    • Aber die 99 1608-1  gehört der SDG. Sie ist stationiert in Radebeul Ost, ein Einsatz am Fichtelberg ist nicht unwahrscheinlich.

  • Einsatz der sä. VI K
    • In den dreißiger Jahren verirrten sich höchstens mal VI K aus Thum für eine kurze Episode auf die Strecke Cranzahl-Oberwiesenthal, sonst war dieser Loktyp hier nicht anzutreffen. 
    • Auch das kann sich in Zukunft ändern, denn in Kürze wird 90 713 von der SDG wieder in Betrieb genommen.

  • Einsatz der VII K Altbau 
    • Die Strecke war 1929 das erste Einsatzgebiet der  99 732, 1929, SMF Chemnitz.
    • Den  letzten kurzen Einsatz einer Lok dieser Baureihe auf der Fichtelbergbahn gab es 1993 (99 1759-2, Baujahr 1933, jetzt Museum Oberrittersgrün).
    • 2004 war die jetzt  in Nossen ausgestellte 99 747 auf der Fichtelbergbahn zu erleben. 
    • Aktuell (2017) setzt die SDG 99 1741-0 auf der Fichtelbergbahn ein.
  • Im Jahr 2000 befanden sich folgende Lokomotiven VII K Neubau auf der Fichtelbergbahn (hier mit ihren EDV-Nummern und den DB-Nummern):
    • 99 772                (99 1772-5, DB 099 737-9)
    • 99 773                (99 1773-3, DB 099 738-7)
    • 99 776                (99 1776-6, DB 099 740-3) abgestellt
    • 99 785                (99 1785-7, DB 099 749-4)
    • 99 786                (99 1786-5, DB 099 750-2)
    • 99 794                (99 1794-9, DB 099 757-7)

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letzte Änderung:  20.07.201710.08.17